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Klimaschutzprogramm 2026: geplante Fördermaßnahmen für die Industrie
Am 25. März gab das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) das Klimaschutzprogramm 2026 heraus. In dem per Kabinettsbeschluss verabschiedetem Dokument werden auf über 200 Seiten Strategien und Maßnahmen skizziert, um die Klimaziele der Bundesregierung bis 2040 zu erreichen. In dem Dokument finden sich auch einige geplante Maßnahmen zur Reformierung bestehender und Aufstellung neuer Förderprogramme für die deutsche Industrie.
Im Zuge des Bundeshaushalts 2027 plant die Bundesregierung ein „innovatives Instrument“, um Investitionen in die Dekarbonisierung der Prozesswärme und Elektrifizierungstechnologien wie Wärmepumpen zu unterstützen. Wie genau das Instrument aussehen soll, ist noch nicht bekannt, aber es soll vermutlich in die bestehenden Programme Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK), Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) oder CO2-Differenzverträge (CCfD) integriert werden.
Des Weiteren ist eine Vereinfachung und Neustrukturierung der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) vorgesehen. Teil dessen können eine Neustrukturierung der einzelnen Fördermodule, eine Überarbeitung der Förderkostenberechnung und eine Verschlankung des Antragswesens sein.
Investitionsförderung für die Kreislaufwirtschaft
Zudem soll ein neues Förderprogramm für Investitionen in die Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden. Das über den Klima- und Transformationsfonds finanzierte Programm „Zukunft Kreislaufwirtschaft“ wird sich laut Bundesregierung auf die Förderung von Pilotanlagen und Demonstrationsvorhaben in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz, Start-Up Unternehmen und zirkuläre Wirtschaftsmodelle fokussieren.
Im Bereich Carbon Capture ist ein Aktionsplan vorgesehen, der einen Rahmen für den möglichen Einsatz für von Technologien zu Abscheidung, Transport, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/CCS) in Deutschland vorgibt.
7,6 Mrd. Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds
Zur Finanzierung des Klimaschutzprogramms sollen zwischen den Jahren 2027 und 2030 7,6 Mrd. Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) sowie 400 Mio. Euro aus dem Sondervermögen aufgewendet werden. 2,9 Mrd. Euro dieses Budgets sind für Förderprogramme für die gewerbliche Wirtschaft vorgesehen.