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Bayerische Regionalförderung: Erfolgsmodell pragmatischer Wirtschaftspolitik
Blickt man in letzter Zeit in die aktuellen Nachrichten kann man das Gefühl bekommen, dass eine verlässliche grenzübergreifende wirtschaftliche Zusammenarbeit immer stärker auf die Probe gestellt und strapaziert wird. Daher ist es schön zu sehen, dass es auch positive Beispiele gibt. Eines davon ist die Bayerische Regionalförderung (BRF). Dieses wirtschaftspolitische Instrument des Freistaats ist seit vielen Jahren ein Positivbeispiel der Kooperation zwischen Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
Die 7 Regierungsbezirke des Freistaats subventionieren Zukunftsinvestitionen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Kofinanziert werden die Maßnahmen vom Bund über die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur und von der Europäischen Union über den Fonds für regionale Entwicklung.
Im Jahr 2025 schüttete der Freistaat über die Bayerische Regionalförderung etwa 184 Mio. Euro aus. Das entspricht einer Steigerung um 15 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Laut dem Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) ließen sich damit 448 Investitionsvorhaben unterstützen, 16.000 bestehende Arbeitsplätze sichern und 1.140 neue Dauerarbeitsplätze schaffen. Mit den 448 Mio. Euro Zuschuss wurden insgesamt etwa 1,25 Mrd. Euro an gewerblichen Investitionen angestoßen. Die gesamt ausgeschüttete Fördersumme verteilte sich folgendermaßen auf die Regierungsbezirke:
- Oberfranken: 48,2 Mio. Euro (74 Vorhaben)
- Schwaben: 39,1 Mio. Euro (70 Vorhaben)
- Niederbayern: 35,4 Mio. Euro (90 Vorhaben)
- Oberpfalz: 26,2 Mio. Euro (92 Vorhaben)
- Unterfranken: 21,3 Mio. Euro (73 Vorhaben)
- Oberbayern: 7,8 Mio. Euro (30 Vorhaben)
- Mittelfranken: 6,3 Mio. Euro (19 Vorhaben)
Die mit den subventionierten Projekten einhergehende Gesamtinvestitionssumme von etwa 1,25 Mrd. Euro zeigt, dass bayerische Unternehmen trotz angespannter Umstände an den Standort glauben und bereit sind weiter zu investieren. Wirtschaftspolitische Maßnahmen wie die BRF sind lange etabliert und machen selten Schlagzeilen. Trotzdem sind sie eine positive Konstante in Bezug auf die Entwicklung und Sicherung des Wirtschaftsstandorts Bayern.